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Pfingsttauchen 2013

Liebe Tauchsportfreunde,

nicht mehr oft findet man Seen, in denen es was neues zu entdecken gibt. Zu Pfingsten hatte der TC Harz nach Wegeleben eingeladen. Doch niemand wußte wirklich, was uns hier erwartete.

Dieser Montag hat denkwĂŒrdige Ergebnisse geliefert:

Ein Vorauskommando hatte sich in geheimer Mission bereits vor dem Treffpunkt verabredet, um grĂŒndlichst gebrieft in dieses gĂŒllegrĂŒne Hölle (32) abzutauchen. Das SEK hatte sich speziell prĂ€pariert (44), um wie es etwas bescheiden hieß „einen Etappensieg“ auf der Suche nach dem „Gold“ zu erringen. Schnell wurde im Hintergrund sichtbar eine Notfalltafel angebracht (32). Die Stimmung war sehr ernst (35). Vom KommandofĂŒhrer wurde uns ausdrĂŒcklich das zeigen von Fotos mit Erkennungscharakter untersagt. Ich halte mich dran Eile, versprochen! Nur ein unscharfes Foto kam durch die Zensur (41).

Nachdem wir nun eine erhebliche ZeitĂŒberschreitung bei der Mission vermerkt hatten und unsere Kameraden schon innerlich als wohl fĂŒr den nĂ€chstjĂ€hrigen Vereinbeitrag rĂŒckstĂ€ndige Zahler eingestuft hatten, tat sich plötzlich etwas im See. Orangene Winkelemente, aufblasbar wohl, zeigten uns an: hier ist etwas gefunden worden (47). Oder waren unsere Kameraden in Not? Nach intensiver Beratung beschlossen wir, vorerst nicht die Rettungskette auszulösen. Bei der Sicht hĂ€tte es Stunden gedauert, bis jemand einen Taucher gefunden hĂ€tte. Und wer von uns (mal ehrlich) wollte in dieser zugigen Gegen den Pfingstmontag bis in die Nacht hinein verbringen. Und alles noch mit der Aussicht auf schlechte Nachrichten. Nein, praktischerweise wurde durchgezĂ€hlt und erfreut festgestellt, dass nun das Grillgut reichen wĂŒrde. Also: Grill anwerfen!

Völlig unerwartet erschien das SEK, scheinbar wohlbehalten und zerstörte mit dieser Überrumpelungsaktion unsere PlĂ€ne. Unter dem Einfluß einer schweren Stickstoffnarkose hörte man einige von einem weiteren Tauchgang reden. Hier schien also doch etwas Wichtiges verborgen worden zu sein vor uns Normaltauchern. Immerhin konnten wir soviel erfahren, dass der See wohl nicht vermint sei, gleichwohl eine riesige grĂŒne Tonne herumschwamm, die nichts Gutes verhieß.

Deshalb nahmen Carsten und ich die Herausforderung an, uns in dieses noch nie vorher erkundete GewÀsser zu wagen.

Schon beim Abtauchen merkten wir: es wird hart, bei diesen Sichtbedingungen von 1-3m und einem aufdringlichen grĂŒn den TG gemeinsam zu beenden (60). Plötzlich stand ein WĂ€chter im Weg, als wir gerade in die grĂŒne Hölle vorstoßen wollten (36, 39). Carsten konnte ihn beschwatzen und wir durften weiter. Do was war das? Eine seltsame Plattform auf 10m Wassertiefe mit völlig klarer Sicht (46). Hier schien sich schon lange keiner hin verirrt zu haben. Der Zweck dieser Einrichtung blieb fĂŒr uns vorerst unklar. Doch wenige Minuten spĂ€ter- eine fliehende Gestalt (51). Nur dem TrĂ€ger von Force Fins war es möglich, dem ominösen Monster zu folgen (60). Mit geschickter Nachahmung seiner Schwimmbewegungen gelang es kurzzeitig sein Vertrauen zu erschleichen (53). Der Anblick jedoch erschĂŒtterte uns. War dies der so lange vermißte legendĂ€re Weltkriegsteilnehmer? War er wieder da? (56,56 Detail) Gut etwas schwammig war er schon und die Uniform schien auch nicht in bester Verfassung, aber Helm hatte er auf, war also gefechtsbereit. Doch ehe wir mit ihm noch ein GesprĂ€ch beginnen konnten, war er im grĂŒnen Nebel verschwunden.

SpĂ€ter kĂ€mpften wir uns noch durch einen Urwald (62, 66) und machten zur nervlichen Entspannung ein paar TarierĂŒbungen. Zumindest dafĂŒr schien das GewĂ€sser geeignet.

Wir möchten bitten, diese spektakulĂ€re Begegnung vorerst nicht den Medien zu melden, sonst wird der See in bĂ€lde einem Heereslager gleichen. Außerdem bitte keinesfalls weiter nachforschen, wer zum Kern des SEK gehörte. Wir hörten nur raunen, dass man da noch mal hin mĂŒsse. Gold lĂ€ge irgendwo verborgen. Na ja. Es wird ja gern etwas ĂŒbertrieben in Taucherkreisen.

Zum Abschluss kam es noch zu einer kleinen Technikkonferenz mit dem technischen Leiter einer anderen Einsatzgruppe zur AusrĂŒstungsfragen beim Bojensetzen (73). Nach lĂ€ngerer Debatte konnte man sich einigen, dass alles so gemacht wird, wie der Kollege vom SEK dies wĂŒnscht. Bravo!

Letztlich ĂŒberlebten alle und das ist ja erstmal das Wichtigste.

Schöne Pfingsten noch


Gruß

Wolfgang