Tauchclub Harz e.V.

Archiv für 2005

10 neue Taucher ausgebildet

Dienstag 28. Juni 2005 von (rb)

Pünktlich zum Sommerbeginn haben wieder 10 Tauchschüler ihre Ausbildung beim TC Harz Wernigerode abgeschlossen. Nach den Richtlinien des CMAS, einer der größten Tauchausbildungsorganisationen, wurden die Sporttaucher in den Wintermonaten in Theorie, Schwimm- und Schnorchelübungen sowie im Gerätetauchen im Schwimmbad ausgebildet. Die letzten Prüfungstauchgänge absolvierten sie im Mai und Juni im Freigewässer. Hierbei bewiesen alle Taucher einen sicheren Umgang mit den Tauchgeräten und konnten das Gelernte anwenden und festigen. Der TC Harz legt besonderen Wert auf eine fundierte und sicherheitsorientierte Ausbildung. Deshalb absolvierten die Tauchschüler zusätzliche Tauchübungen zur Rettung, Selbstrettung und Bergung verunglückter Taucher. Erfolgreich ausgebildet wurden: Nadine Krebs, Lucas und Andreas Preußler, Anne-Kathrin Weiland, Florian Wennig, Johannes Parlesak, Jenny Linde, Jürgen Randolff, Daniel Schmidt und Rene Brandt. Mit diesem erworbenen Ausbildungsbrevet (Bronze – bzw. 1-Stern-Brevet) können sie nun weltweit an jeder Tauchbasis einchecken.
Unser Tauchclub widmet sich allerdings nicht nur der grundlegenden Ausbildung, sondern es werden jedes Jahr mehrere Sonderkurse für bereits ausgebildet Taucher angeboten. Auch die Ausbildung zu höheren „Tauchausbildungsstufen“ ist aufgrund unserer qualifizierten Tauchlehrer möglich. Weitere Informationen und die Möglichkeit einer Anmeldung zum nächsten Kurs findet man unter www.tauchclub-harz.de.
bronzeausbildung

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Sex im Meer

Samstag 9. April 2005 von (rb)

„Was ihr schon immer über Igelwürmer wissen wolltet“ – erstaunliche Fortpflanzungsstrategien mariner Organismen.
von Uli Erfurth

Was treibt einen Taucher zu diesem Thema, die Überschrift etwa? Dem Ruf folgten viele, ca 40 Teilnehmer konnten aber nur, aus Platzgründen des Saales in Salzlandcenter Staßfurt, ihre Neugier befriedigen. Unser Organisator Lutz Trappenbeck war überwältigt von der Nachfrage. Die Neugier war groß, auch bei uns. Der TC Harz erschien mit 14 Teilnehmern, insgesamt waren 10 Vereine vertreten. Nach kurzer Begrüßung durch unseren Landesvorstand , Reinhard Höhne begann Uli Erfurth seinen Vortrag. Mit etwas Skepsis verfolgten die Taucher die kurze Einleitung: „ Ich bin als Wessi das erste mal im Osten zu einem Vortrag, arbeite aber schon 3 Jahre an der UNI Jena. Was treibt einen zu solchem Ortswechsel? 80% für die Triebkraft jeder Bewegung der Lebewesen haben nur zwei Ursachen: „Hunger oder Sex“
Durch diesen kurzen aber wahren Satz hat es der Referent binnen einer Minute geschafft, die Zuhörerschaft auf seine Seite zu bringen und einen perfekten Einstieg in das Seminar zu bekommen. In seiner, ihm eigenen offenen Vortragsart, wurde das Publikum mit den verschiedensten Organismen und ihren Vermehrungsstrategien bekannt gemacht. Dabei ging es von den Steinkorallen über Strudel-, Ringel-, Igelwürmer, Nacktschnecken, Sepien, Seescheiden bis zu den Fischen. Wenn man diese Aufzählung so hört, kann das den Eindruck erwecken:“ ganz schön öde!“. Aber weit gefehlt. Alle diese Organismen haben fantastische Strategien entwickelt, um ihr Überleben zu sichern. Hier nur mal zwei Beispiele:
Die Strudelwürmer, von vielen Tauchern wegen ihrer farblichen Vielfalt schon im Meer bewundert, haben zwei Methoden entwickelt: 1. Das Bespucken, dabei wird das Sperma vom Mund in die Haut des Partners injiziert. 2. Der Kampf mit dem Stilettpenis direkt in die Haut. Der arme Partner sieht danach ganz schön zerrupft aus.
Die Sepien hingegen lassen sich von mehren Männern verwöhnen, aber auch diese haben sich etwas besonderes ausgedacht. Mit dem Befruchtungsarm wird das Sperma in die Mantelhöhle des Weibchens abgelegt. Damit unser Freund nun aber sicher gehen kann, das nur sein genetisches Material sich zur Fortpflanzung darin befindet, wird die Mantelhöhle vorher kräftig gespült, um altes Fremdsperma zu entfernen.
Auch die Frage, warum Sex ( zweigeschlechtliche Vermehrung) wurde geklärt. Das Vermischen des genetischen Materials ermöglicht eine bessere Anpassung an die Umwelt.
Ich könnte noch Seitenweise über den hochinteressanten Vortrag berichten. Alle Teilnehmer sind sich einig, wenn die Möglichkeit besteht, Uli Erfurth wieder zu besuchen, werden wir es tun. Viele von uns werden sicher beim nächsten Tauchgang die Worte vom Referenten hören: „ Was geht alles ab im Riff? Beobachte es- Genieße es.“
Zum Abschluss noch einmal : „Danke, Uli !“ Für die vielen Informationen, schönen Geschichten und die wundervolle Vortragsart.

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Eine Flasche nach der man süchtig werden darf?

Montag 28. März 2005 von (rb)

Ist die Überschrift zu provokant? Wir, der Tauchclub Harz meinen nicht, und unsere Erfahrungen im jetzigen Projekt mit dem Diakonie Krankenhaus Harz beweisen das. Dort werden durch unsere erfahrenen Tauchlehrer Suchtpatienten an den Tauchsport herangeführt. Dabei steht ein umfangreiches Trainingsprogramm, das zusammen mit den Therapeuten des Krankenhauses erarbeitet wurde, für ca. 30 jugendliche Suchtpatienten auf dem Wochenendprogramm. Hier werden koordinative Fähigkeiten des Schwimmens, Schnorchelübungen und zum Abschluss das Schnuppertauchen mit den freiwilligen Teilnehmern geübt. Gerade für diese Jugendlichen ist das eine große Herausforderung. Nicht nur die körperliche Fitness, sondern auch psychische Erfahrungen, Überwindung der Angst, Grenzbereiche zu testen, sind besondere Erlebnisse die auch therapeutischen Charakter tragen. Das fand auch großen Zuspruch bei der Aktion Mensch, die dieses Projekt mit unterstützt. Der TC Harz wird diese Projekt bestimmt in nächsten Herbst wieder anbieten.

(Artikel erschien auch im „Sporttaucher“)

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