Montag 4. Juli 2005 von (rb)
Wernigeröder Tauchsportler zum „Goldschürfen“ in Sachsenmetropole
Elf Deutsche Jugendmeistertitel sammelten die Schwimmsportler des Tauchclubs Harz aus Wernigerode vor wenigen Tagen bei den Bundestitelkämpfen der Flossenschwimmer und Streckentaucher in Leipzig.
Für die herausragenden Leistungen bei den Titelkämpfen sorgten aus Wernigeröder Sicht Lucas Preußler und Florian Schult. Beide allein gewannen neun der elf Goldmedaillen und verließen bei allen Einzelstarts stets als Sieger das Becken. Für Florian Schult waren es die ersten Deutschen Meisterschaften. Lucas Preußler hatte dagegen schon einige Titelkampferfahrungen sammeln können.
Nicht ganz so leicht hatten es die etwas älteren Sportler vom TC Harz. Sie beendeten ihre Wettkämpfe stets mit neuen persönlichen Bestzeiten, doch auch die Konkurrenz war in hervorragender Form. Nicole Becker gewann einmal Gold und einmal Silber, Marlen Weise sicherte sich eine Silbermedaille.
Gleichfalls neue Bestzeiten – aber keine Medaillen – erschwammen Tina Wellnitz, Anne Weiland und Anika Schwabe. Chris Kalis sowie Franziska Krebs (beide Jahrgang 1988) waren mit die ältesten Sportler bei diesem Wettkampf und mussten sich ganz schön ins Zeug legen. Franziska Krebs bezwang zum ersten Mal die Deutsche Jugendrekordhalterin über 100 m mit dem Drucklufttauchgerät (DTG). Eine Gold- und vier Silbermedaillen standen für sie am Ende zu Buche.
Anders sah es bei Chris Kalis aus. Er hatte sich zu viel vorgenommen und kehrte ohne Goldmedaille heim. Drei Silber- und vier Bronzemedaillen dürften dennoch ein guter Trost sein. Beide starten Ende Mai bei den offenen Deutschen Meisterschaften in Duisburg und hoffen danach auf eine Nominierung für die Jugend-Weltmeisterschaft. Ferner haben sich Marlen Weise, Nicole Becker, Anika Schwabe und Lucas Preußler für die nationalen Titelkämpfe qualifiziert. Eine weitere Bronzemedaille für den TC Harz ging an Anna-Carina Kauert.
Der Gesamterfolg der Harzer Delegation wurde mit der Silbermedaille für die Jungenstaffel über 4 x 200 Meter untermauert, zu der Florian Schult, Lucas Preußler, Phillip Schröder und Chris Kalis gehörten.
Kategorie: Flossenschwimmen |
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Dienstag 28. Juni 2005 von (rb)
Pünktlich zum Sommerbeginn haben wieder 10 Tauchschüler ihre Ausbildung beim TC Harz Wernigerode abgeschlossen. Nach den Richtlinien des CMAS, einer der größten Tauchausbildungsorganisationen, wurden die Sporttaucher in den Wintermonaten in Theorie, Schwimm- und Schnorchelübungen sowie im Gerätetauchen im Schwimmbad ausgebildet. Die letzten Prüfungstauchgänge absolvierten sie im Mai und Juni im Freigewässer. Hierbei bewiesen alle Taucher einen sicheren Umgang mit den Tauchgeräten und konnten das Gelernte anwenden und festigen. Der TC Harz legt besonderen Wert auf eine fundierte und sicherheitsorientierte Ausbildung. Deshalb absolvierten die Tauchschüler zusätzliche Tauchübungen zur Rettung, Selbstrettung und Bergung verunglückter Taucher. Erfolgreich ausgebildet wurden: Nadine Krebs, Lucas und Andreas Preußler, Anne-Kathrin Weiland, Florian Wennig, Johannes Parlesak, Jenny Linde, Jürgen Randolff, Daniel Schmidt und Rene Brandt. Mit diesem erworbenen Ausbildungsbrevet (Bronze – bzw. 1-Stern-Brevet) können sie nun weltweit an jeder Tauchbasis einchecken.
Unser Tauchclub widmet sich allerdings nicht nur der grundlegenden Ausbildung, sondern es werden jedes Jahr mehrere Sonderkurse für bereits ausgebildet Taucher angeboten. Auch die Ausbildung zu höheren “Tauchausbildungsstufen” ist aufgrund unserer qualifizierten Tauchlehrer möglich. Weitere Informationen und die Möglichkeit einer Anmeldung zum nächsten Kurs findet man unter www.tauchclub-harz.de.

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Samstag 9. April 2005 von (rb)
„Was ihr schon immer über Igelwürmer wissen wolltet“ – erstaunliche Fortpflanzungsstrategien mariner Organismen.
von Uli Erfurth
Was treibt einen Taucher zu diesem Thema, die Überschrift etwa? Dem Ruf folgten viele, ca 40 Teilnehmer konnten aber nur, aus Platzgründen des Saales in Salzlandcenter Staßfurt, ihre Neugier befriedigen. Unser Organisator Lutz Trappenbeck war überwältigt von der Nachfrage. Die Neugier war groß, auch bei uns. Der TC Harz erschien mit 14 Teilnehmern, insgesamt waren 10 Vereine vertreten. Nach kurzer Begrüßung durch unseren Landesvorstand , Reinhard Höhne begann Uli Erfurth seinen Vortrag. Mit etwas Skepsis verfolgten die Taucher die kurze Einleitung: „ Ich bin als Wessi das erste mal im Osten zu einem Vortrag, arbeite aber schon 3 Jahre an der UNI Jena. Was treibt einen zu solchem Ortswechsel? 80% für die Triebkraft jeder Bewegung der Lebewesen haben nur zwei Ursachen: “Hunger oder Sex“
Durch diesen kurzen aber wahren Satz hat es der Referent binnen einer Minute geschafft, die Zuhörerschaft auf seine Seite zu bringen und einen perfekten Einstieg in das Seminar zu bekommen. In seiner, ihm eigenen offenen Vortragsart, wurde das Publikum mit den verschiedensten Organismen und ihren Vermehrungsstrategien bekannt gemacht. Dabei ging es von den Steinkorallen über Strudel-, Ringel-, Igelwürmer, Nacktschnecken, Sepien, Seescheiden bis zu den Fischen. Wenn man diese Aufzählung so hört, kann das den Eindruck erwecken:“ ganz schön öde!“. Aber weit gefehlt. Alle diese Organismen haben fantastische Strategien entwickelt, um ihr Überleben zu sichern. Hier nur mal zwei Beispiele:
Die Strudelwürmer, von vielen Tauchern wegen ihrer farblichen Vielfalt schon im Meer bewundert, haben zwei Methoden entwickelt: 1. Das Bespucken, dabei wird das Sperma vom Mund in die Haut des Partners injiziert. 2. Der Kampf mit dem Stilettpenis direkt in die Haut. Der arme Partner sieht danach ganz schön zerrupft aus.
Die Sepien hingegen lassen sich von mehren Männern verwöhnen, aber auch diese haben sich etwas besonderes ausgedacht. Mit dem Befruchtungsarm wird das Sperma in die Mantelhöhle des Weibchens abgelegt. Damit unser Freund nun aber sicher gehen kann, das nur sein genetisches Material sich zur Fortpflanzung darin befindet, wird die Mantelhöhle vorher kräftig gespült, um altes Fremdsperma zu entfernen.
Auch die Frage, warum Sex ( zweigeschlechtliche Vermehrung) wurde geklärt. Das Vermischen des genetischen Materials ermöglicht eine bessere Anpassung an die Umwelt.
Ich könnte noch Seitenweise über den hochinteressanten Vortrag berichten. Alle Teilnehmer sind sich einig, wenn die Möglichkeit besteht, Uli Erfurth wieder zu besuchen, werden wir es tun. Viele von uns werden sicher beim nächsten Tauchgang die Worte vom Referenten hören: „ Was geht alles ab im Riff? Beobachte es- Genieße es.“
Zum Abschluss noch einmal : „Danke, Uli !“ Für die vielen Informationen, schönen Geschichten und die wundervolle Vortragsart.
Kategorie: Abseits des Wassers |
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Montag 28. März 2005 von (rb)
Ist die Überschrift zu provokant? Wir, der Tauchclub Harz meinen nicht, und unsere Erfahrungen im jetzigen Projekt mit dem Diakonie Krankenhaus Harz beweisen das. Dort werden durch unsere erfahrenen Tauchlehrer Suchtpatienten an den Tauchsport herangeführt. Dabei steht ein umfangreiches Trainingsprogramm, das zusammen mit den Therapeuten des Krankenhauses erarbeitet wurde, für ca. 30 jugendliche Suchtpatienten auf dem Wochenendprogramm. Hier werden koordinative Fähigkeiten des Schwimmens, Schnorchelübungen und zum Abschluss das Schnuppertauchen mit den freiwilligen Teilnehmern geübt. Gerade für diese Jugendlichen ist das eine große Herausforderung. Nicht nur die körperliche Fitness, sondern auch psychische Erfahrungen, Überwindung der Angst, Grenzbereiche zu testen, sind besondere Erlebnisse die auch therapeutischen Charakter tragen. Das fand auch großen Zuspruch bei der Aktion Mensch, die dieses Projekt mit unterstützt. Der TC Harz wird diese Projekt bestimmt in nächsten Herbst wieder anbieten.
(Artikel erschien auch im “Sporttaucher”)
Kategorie: Tauchaktionen |
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